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Fachwörterbuch

Das Amsler-Gitter
Das Ansler-Gitter ist eine Untersuchungshilfe, die das Anfangsstadium von altersbedingter Makuladegeneration diagnostiziert. Bei dieser Augenkrankheit schwellt am Anfang des Prozesses die Netzhaut an. Diese Anschwellung bildet sich auf der ursprünglich flachen Hornhaut eine kleine „Kuppe“. Diese Hornhaut wird wellenförmig. Diese Wellen machen sich auch bei der Wahrnehmung mit dem Auge bemerkbar, indem wir gerade Linien als unregelmäßige ungerade Linien sehen. Das Amsler-Gitter ist ein Netz von parallelen Strichen, ein gesundes Auge sieht diese Linien gerade und parallelverlaufend. Bei Hornhautschwellung sehen Sie diese verkrümmt.

Atherome und Zysten
Atherome und Zysten sehen oft ähnlich aus. Es sind kugelförmige Gebilde an der Lidkante. Die Zysten sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, Atherome mit weißen, fetthaltigen Stoffen. Diese kosmetischen Defekte werden bei beiden Fällen chirurgisch behandelt.

Intraokulare Linsen
Während der Kataraktoperation implantiert der Chirurg an Stelle der kranken und trüben Linse eine neue Linse. Durch das Austauschen der Linse wird das Sehvermögen wieder scharf. Die intraokularen Linsen unterscheiden sich in Materialien, aus denen sie hergestellt sind und nach der optischen Stärke. Die optische Stärke der Linse bestimmt, welche Brille der Patient nach der Operation tragen wird – ob er dann eine Weitsichtbrille oder eine Lesebrille braucht und wie stark die sein wird. Die Wahl der optischen Stärke wird mit dem Patienten vor der Operation besprochen. Der Patient kann entscheiden, welche der folgenden Varianten er in Kauf nimmt: Keine Brille für die Ferne, nur eine Lesebrille, oder umgekehrt, keine Lesebrille, nur eine Weitsichtbrille. Die Mehrheit unserer Patienten entscheidet sich für die erste Variante. Da die Operation kaum Risiken mit sich bringt, muss der Patient nicht hospitalisiert werden.

Standardlinsen
Krankenkassen erstatten die Kosten für die Implantation von Standardlinsen. Eine Standardlinse ist eine flexible Einstärkenlinse, die aus einem farblosen, transparenten Material hergestellt ist.

Überstandardlinsen
Wenn der Patient die Mehrkosten übernimmt, kann der Chirurg überstandardisierte Linsen implantieren. Diese sind zum Beispiel Linsen mit UV-Filterzusatz, torische Linsen oder multifokale Linsen.

Linsen mit UV-Filterzusatz
Wenn bei der Herstellung der Linse Komponenten, die die UV-Strahlen filtrieren, hinzugegeben werden (ultraviolettes Teilspektrum, das zwar vom Auge nicht wahrgenommen wird, jedoch ins Auge gelangt) bekommt die Linse einen Gelb- bzw. Goldstich. Deshalb auch haben die Linsen in ihrer Bezeichnung das Wort „Gold“. Man geht davon aus, dass das UV-Spektrum, eines der Gründe für die Makuladegeneration ist. Wenn sich der Patient für solch eine Linse entscheidet sinkt das Risiko einer Makuladegeneration enorm. Diese Linse hat zudem noch eine Farbe, die ähnlich der Farbe der Augenlinse eines Fünfzigjährigen ist. Dadurch haben Patienten mit dieser Linse nach Farbenbewertung kein Gefühl, dass „alles blau“ ist.

Torische Linsen
Die Implantation von torischen Linsen wird zur Korrektur von Hornhautastigmatismus durchgeführt. Im Falle, dass der Patient vor der Operation eine Brille trug, und der Ursprung des Defektes ist einer nicht richtiger Hornhautform zurückzuführen ist, ist es nicht möglich, dass durch die Implantation einer einfachen sphärischen Linse der Patient nach der OP ohne eine Weitsichtbrille bleibt. In diesem Fall empfiehlt man die torische Linse, die diesen Hornhautdefekt korrigiert.

Gleitsichtlinsen
Die Gleitsichtlinsen (auch multifokale Linse genannt) sind Sonderlinsen mit einer ganz besonderen Optikform, die dafür sorgt, dass die zu implementierende Linse nicht einen Brennpunkt hat, sondern zwei. Solche Konstruktion der Linse ermöglicht folgendes: ein Brennpunkt wird dazu genutzt, um in die Weite zu sehen, der andere um das Nahe scharf zu sehen. Der Patient muss nach der Implantation also keine Brille mehr tragen – keine Weitsichtbrille und auch keine Lesebrille. Patienten nach einer Implantation von Gleitsichtlinsen sind mit dem Ergebnis meistens sehr zufrieden. Wobei man erwähnen muss, dass diese Linsen nicht für jeden Patienten geeignet sind. Das Hauptproblem ist oft der Zustand der Augenhornhaut, die muss einfach in Ordnung sein. Der nächste Störfaktor ist oft die Adaptabilität des Patienten hinsichtlich dieser Multifokallinsen – das Gehirn des Patienten muss sich zuerst mit der Linse  vertraut machen.  In der Regel dauert es einige Wochen, und nach dieser Gewöhnungsphase sind Patienten mit den Operationsergebnissen meist sehr zufrieden. Dieser Linsentyp wird auch bei Presbyopiebehandlung eingesetzt.

Elevation von abgesunkenen Augenbrauen (brow-lift)
Die Augenbrauenelevation ist ein chirurgischer Eingriff zur Anhebung der Augenbraue gegenüber der Wimpernlinie. Diese Operation ist für beide Geschlechter empfehlenswert, da an abgesunkenen Augenbrauen leiden ebenso Frauen, wie Männer. Die Operation besteht darin, dass Hautparteien über den Augenbrauen entfernt werden. Die richtige Beweglichkeit der Lider bleibt jedoch ungestört, sie schließen nach der OP problemlos. Das Gesicht wirkt nach der Operation nicht mehr so„ mürrisch“.

Glaukom – grüner Star
Hauptursache für den grünen Star ist die Degeneration des Sehnervens infolge eines Augeninnenhochdrucks. Wenn sich im Augeninneren zu viel Flüssigkeit, die nirgendwohin ablaufen kann, ansammelt, erhöht sich der Druck im Auge. Dieser Druck verhindert das Durchbluten des Sehnervens, dieser beginnt dann langsam abzusterben. Nach einiger Zeit stirbt der Nerv völlig ab und das Auge nimmt kein Licht mehr wahr – der Patient wird blind. Die Tücke des grünen Stars liegt darin, dass der Betroffene von dem grünen Star gar nicht mitbekommt. Der Druck im Augeninneren verursacht nämlich gar keinen Schmerz oder ähnliche Beschwerden. Allmählich kommen kurze Aussetzer im Blickfeld vor, die der Mensch nicht wahrnehmen muss. Erst, wenn die Krankheit weiter fortschreitet, sind Sehaussetzer unübersehbar. Man verliert so genanntes Weitwinkelsehen und statt Personen bzw. Gegenstände sieht man nur Schatten und schwarze Flecken. Wenn der Augennerv völlig abstirbt, kommt es zur vollen Erblindung. Der grüne Star ist keine unheilbare Erkrankung, aber man muss früh genug reagieren. Jegliche degenerativen Veränderungen kann man nämlich nicht wieder rückgängig heil machen.

Katarakt – grauer Star
Der graue Star ist weltweit die häufigste Ursache der Sehstörung, in der Dritten Welt ist er der häufigste Grund für Blindheit. Der graue Star wird entweder als vererbte Krankheit an die Generationen übertragen, oder erscheint im Alter, wenn das Auge älter wird. Diese so genannte Alterskatarakt (wobei sie schon ab dem 45. Lebensjahr vorkommen kann) erscheint als Zeichen vom „Augenverschleiß“ – genauer gesagt Augenlinsenverschleiß. In der Linse kommt es zu Veränderungen, die mit Proliferation und Degeneration der Augenlinsen zusammenhängen. Zu einer Katarakterkrankung kann es aber auch nach Augenverletzung, starker Lichtbestrahlung, als Nebenwirkungen von Medikamenten usw. kommen. Manche Krankheiten verursachen einen schnelleren Ablauf vom grauen Star, sind aber nicht die Ursachen für seinen Ausbruch. Typisch ist die Zuckerkrankheit.

Angeborene Katarakt – grauer Star bei Neugeborenen
Es kommt manchmal vor, dass Neugeborene mit angeborener Katarakt zur Welt kommen. Die Ursache dafür können Virusinfektionen der Mutter während der Schwangerschaft, oder eine Entwicklungsstörung des Augen vor der Geburt sein. Die Problematik der angeborenen Katarakt ist aber an sich sehr spezifisch, wird deshalb in Spezialabteilungen der Augenmedizin behandelt.

Makuladegeneration
Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Augennetzhaut, bei der man nach und nach erblindet. Die Ursache dafür sind narbenähnliche Veränderungen der Makula (des gelben Flecks) – der Stelle auf der Augennetzhaut, die für das Scharfsehen verantwortlich ist. Bei Störungen in diesem Bereich der Netzhaut kann der Patient zwar sehen, aber der zentrale Teil des Blickfeldes wird als eine graue Fläche wahrgenommen, was zum Beispiel das Lesen eines Textes in Normalgröße unmöglich macht.

Makuladegeneration – die trockene Form
Diese Form der Makuladegeneration ist durch das „Älterwerden“ der Netzhaut verursacht, genauer gesagt, durch die Abnutzung im Alter. Auf der Netzhaut kommt es zu kleinen Veränderungen, die mit der Zeit zunehmen, bis meistens die ganze Gegend des gelben Flecks durch ein nicht mehr funktionierendes Gewebe ersetzt wird.

Makuladegeneration – feuchte Form
Diese Form der Makuladegeneration ist wahrscheinlich durch schlechte Durchblutung des Zentralteiles der Netzhaut, ähnlich, wie es im fortgeschrittenen Alter bei allen anderen Organen auch der Fall sein kann. Zum Beispiel schlechte Gehirndurchblutung führt zur Verschlechterung der kognitiven Funktionen. Diese Zustandsverschlechterung muss der Patient gar nicht wahrnehmen. Die Verschlechterung der Durchblutung im Bereich des gelben Flecks (Makula) führt zuerst zu einer Netzhautschwellung, später dann zur Bildung von neuen Zellen, und daraufhin zur Blutung im Makulabereich und letztendlich zur Bildung einer Narbenatrophie, die die Funktion der Netzhaut im Makulabereich ersetzt. Als Folge dessen ist ein Zustand, wo in der Mitte des Blickfeldes der Patient einen dunklen bis schwarzen Fleck wahrnimmt, der das Sehvermögen einschränkt.

Operation von oberen Augenlider und Blepharochalasis
Blepharochalasis ist ein Zustand, bei dem sich infolge von mangelnder Hautelastizität die Haut des Augenoberlides verzieht. Sie kann bei geöffneten Augen bis zur Lidkante hängen, oder sogar sie überlappen. In den meisten Fällen handelt es sich um ein kosmetisches Problem, sobald aber die Haut bis zu der Pupille reicht, wird das Blickfeld eingeschränkt. Die überschüssige Haut wird chirurgisch entfernt, es handelt sich um einen relativ einfachen Eingriff, der aber zeitlich aufwendiger ist.

Operation von Augenunterlider
Kosmetische Operation der unteren Augenlider (sog. „Tränensäcke“) ist oft komplizierter als die Operation von oberen Lider, vor der Operation ist eine Konsultation mit dem Hausarzt empfehlenswert, da die Schwellung der Unterlider oft mit einer Funktionsstörung der Nieren bzw. des Herzes zusammenhängen kann.

Vorbeugeuntersuchung von Kindern
Die erste Untersuchung ist im dritten Lebensjahr des Kindes zu empfehlen. Für jüngere Kinder hat eine solche Untersuchung nur Sinn in Fällen, wenn: entweder die Eltern eine Abweichung von der Norm im Auge bemerken – meistens handelt es sich um Schielen, eine weiße Pupille kann auch vorkommen, oder ein Elternteil an einer enormen Sehstörung leidet. Ist der Elternteil weitsichtig, sollte man umso mehr eine Vorbeugeuntersuchung durchführen. Wenn ein Kleinkind weitsichtig ist (weitsichtig sind Kleinkinder immer, in dem Fall aber, wenn das Kind viel mehr weitsichtig ist, als die Norm für sein Alter), kann sich dieses durch Schielen und Amblyopie (Schwachsichtigkeit) eines der beiden Augen bemerkbar machen. Das Schielen wird den Eltern auffallen, aber die Schwachsichtigkeit nicht, weil das Kind sich normal verhält und sieht normal aus, wobei nur ein der beiden Augen funktioniert. Und dieses wird das Kind den Eltern nicht erzählen.

Vorbeugeuntersuchung von Erwachsenen
Eine Vorbeugeuntersuchung von Erwachsenen dient der vorzeitigen Erkennung von Katarakt (grauer Star), Makuladegeneration und vor allem der Diagnostizierung von Glaukom (grüner Star).  Wenn es durch einen hohen Augeninnendruck zur Bildung vom grünen Star kommt, wird der Sehnerv verletzt. Diesen Zustand kann man nicht mehr heilen, man kann nur den Fortschritt der Erkrankung hemmen. Wenn das Sehvermögen einmal gestört ist, kann man dieses nicht mehr reparieren. Deswegen wird ab dem 40. Lebensjahr empfohlen, wenigstens einmal im Jahr den Druck im Augeninneren kontrollieren lassen.

Hautalterung
Die Anzeichen der Hautalterung sind vor allem auf der Geschichtshaut sehr früh sichtbar. Unsere Haut und Unterhaut werden schwächer, mit zunehmendem Alter verliert die Haut ihre Elastizität. Dies ist vor allem in Augenlidbereich, in Mundbereich und auf der Stirn sichtbar. Diese Gesichtspartien sind funktionsmäßig sehr aufwendig, deswegen zeigen sich die Falten in diesen Bereichen am ehesten. Diese Falten können oft das Blickfeld einschränken.

Untersuchung der Refraktion (Sehtest)
Die Refraktion-Untersuchung dient der Diagnostizierung, ob der Patient eine Brille braucht. Ein Foropter, den wir bei uns zur genaueren Messung verwenden, bietet gegenüber dem üblichen, lästigen Gläseraustauschen in einer Testfassung, den höchsten Komfort. Der Test verläuft schneller, aber vor allem bei Astigmatismus sind die gemessenen Werte deutlich genauer. Astigmatismus gehört zwar nicht zu den häufigsten Erkrankungen, ist dafür aber sehr ärgerlich. Eine exakte Diagnostizierung von Astigmatismus ist zudem noch sehr wichtig beim Verschreiben von einer multifokalen Brille (Gleitsichtbrille). Hier hemmt die exakte Refraktion die unerwünschten optischen Phänomene, die mit der Asphärizität der multifokalen Linse zusammenhängen.

Untersuchung vom vorderen Abschnitt des Auges
Die Untersuchung des vorderen Augenabschnittes wird mit einer Spaltlampe durchgeführt und dient meistens der Diagnostizierung vom grauen Star. Unsere Spaltlampe ist in der Lage eine Fotodokumentation des Befundes zu erstellen, was bei Befunden, die sich schnell verändern eine sehr große Rolle spielt.

Untersuchung des Augeninnendruckes
Wenn der Augeninnendruck die Normen übersteigt, sinkt die Durchblutung des intraokularen Teiles vom optischen Nerv. Dieses kann zur Degeneration bis hin zum Absterben der einzelnen Gewebefasern führen. Es kommt zur Verschlechterung der Sehschärfe, ggf. zur völligen Blindheit. Diese Erkrankung heißt grüner Star.
Um den Augeninnendruck genau messen zu können, sollte die Hornhautdicke gemessen werden. Dies ist aber eine Zusatzmessung, deren Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Die Messung der Hornhautdicke dient als Basis für eine exakte Untersuchung des Druckes im Auge.

Xantelasma
Xantelasma sind Fetteinlagerungen in der Liderhaut, in Form von gelben Säckchen auf den Oberlidern und in den Augenwinkeln. Die Bildung dieser hängt mit hohem Fettgehalt im Blut ab.